Im Jahr 1874 erwarb die Stadt von der Pflegehausverwaltung ein Grundstück an der Pflegehausstraße, auf dem eine weitere, die vierte untere Bürgerschule entstehen sollte. Bereits seit dem 30.09.1873 war im Alexiuspflegehaus im Vorgriff auf diesen Schulneubau eine aus Anstaltszöglingen und Stadtkindern kombinierte Elementarklasse eingerichtet worden. Am 30.09.1976 konnte das neue Schulgebäude an der Pflegehausstraße inklusive einer Turnhalle, die bis 1944 auch als Feierhalle diente, bezogen werden. Seit 1879 heißt das Teilstück der Pflegehausstraße, an dem die Sidonienschule liegt, Sidonienstraße.
1880 wurden hier 866 Schüler (417 Jungen und 449 Mädchen) in getrennten Klassen unterrichtet, 1887 insgesamt 1.440 Schülerinnen und Schüler. Sie wurden von 17 Lehrern und 10 Lehrerinnen unterrichtet. 1899 zogen die Schüler vierten unteren Bürgerschule in das neu errichtete Gebäude an der Bürgerstraße (bis 1899 Kreuzstraße). In die Sidonienschule wurde die zweite mittlere Mädchenbürgerschule verlegt. Heute befindet sich dort eine Realschule.
Schüler dieser Schule war August Louis Martin Emil Tischer (1882-1928), bekannt als „Rechenaugust“. Er war ein Rechengenie und konnte Wochentage eines beliebigen Datums ohne Hilfsmittel bestimmen. Mit diesen Fähigkeiten bestritt er seinen Lebensunterhalt, indem er durch Lokale wanderte und Rechenaufgaben im Kopf löste.

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